Ein Lead über Google-Suchanzeigen kostet 2026 im Schnitt rund 60 Euro, ein Lead über Meta rund 25 Euro. In Deutschland liegt der Meta-Wert über alle Branchen allerdings höher, im Median bei etwa 76 Euro, und er schwankt im Jahresverlauf zwischen rund 21 und 123 Euro. Diese Zahlen sind ein Anhaltspunkt, mehr nicht. Denn der billigste Lead ist selten der, der am Ende zum Kunden wird.
Was kostet ein Lead, und wovon hängt das ab?
Ein Lead ist eine konkrete Kontaktanfrage: ein ausgefülltes Formular, ein Anruf, eine Probefahrt-Anmeldung. Was er kostet, ergibt sich aus zwei Größen, dem Klickpreis und der Conversion-Rate. Cost per Lead ist der Klickpreis geteilt durch den Anteil der Klicks, die zu einer Anfrage werden. Schon daran sehen Sie: Wer die Conversion-Rate verbessert, senkt den Lead-Preis stärker als jede Gebotsoptimierung.
Was ein Lead je nach Branche kostet
Belastbare Zahlen nach Branche stammen überwiegend aus internationalen Auswertungen (LocaliQ, 2026), in Euro umgerechnet. Als Orientierung für Google-Suchanzeigen:
- Autowerkstatt, Service und Teile: rund 28 Euro, mit einer der höchsten Conversion-Raten.
- Autohandel und Verkauf: rund 41 Euro.
- Gastronomie: rund 28 Euro.
- Hotel und Reise: rund 41 Euro.
- Handwerk und Haus: rund 84 Euro, deutlich teurer.
- Stellenanzeigen und Recruiting: rund 62 Euro.
Für Deutschland gibt es belastbare Kanalzahlen vor allem bei Meta: ein Klick kostet im Median rund 0,92 Euro, tausend Einblendungen rund 13,33 Euro (Superads, Datensatz über mehrere Milliarden Werbeausgaben). Wichtig: Der deutsche Meta-Lead-Preis liegt über dem globalen Schnitt und schwankt stark übers Jahr. „Meta ist immer billig" stimmt für Deutschland so nicht.
Meta Ads oder Google Ads?
Die beiden Kanäle lösen verschiedene Aufgaben. Google fängt vorhandene Nachfrage ein: Wer „Werkstatt in der Nähe" sucht, will jetzt etwas. Das passt zu dringenden und höherwertigen Leistungen wie Werkstatt, Handwerk oder Fahrzeugkauf. Meta unterbricht den Feed und erzeugt Nachfrage, oft günstiger im Klick, aber kälter im Kontakt. Das passt zu Bekanntheit, Recruiting und dem Aufbau von Nachfrage. Für die meisten lokalen Betriebe ist es keine Entweder-oder-Frage. Beide zusammen schlagen meist jeden einzelnen Kanal.
Warum der günstigste Lead oft der teuerste ist
Hier liegt der häufigste Denkfehler. Stellen Sie sich zwei Kampagnen vor. Die eine bringt Leads für 25 Euro, von denen jeder zwanzigste zum Kunden wird. Die andere bringt Leads für 60 Euro, von denen jeder achte kauft. Rechnen Sie nach: Der teurere Lead bringt den günstigeren Kunden. Beurteilen Sie Ihre Werbung deshalb nicht am Cost per Lead, sondern an den Kosten pro Kunde. Alles andere optimiert auf die falsche Zahl.
Was Ihren Lead-Preis wirklich treibt
- Angebot und Motiv. Sie entscheiden über den größten Teil der Schwankung. Ein schwaches Angebot mit müdem Creative wird teuer, egal wie gut das Targeting ist.
- Die Landingpage. Cost per Lead ist Klickpreis geteilt durch Conversion-Rate. Die Seite nach dem Klick ist der stärkste Hebel.
- Die Zielgruppengröße. Zu kleine lokale Zielgruppen ermüden schnell, der Preis steigt innerhalb weniger Tage, und der Algorithmus bekommt zu wenige Daten, um zu lernen.
- Wettbewerb und Saison. In Deutschland steigen die Preise im November stark an, im Frühjahr sind sie am niedrigsten. Die Ausschläge sind hier größer als im globalen Schnitt.
- Qualität statt Menge. Wer auf „möglichst viele Leads" optimiert, bekommt mehr Anfragen und schlechtere. Gerade bei Recruiting und hochpreisigem Verkauf zählt das Gegenteil.
FAQ
Was kostet ein Lead 2026 im Schnitt? Über alle Branchen rund 60 Euro bei Google-Suchanzeigen und rund 25 Euro bei Meta-Lead-Anzeigen. In Deutschland liegt der Meta-Wert im Median höher, bei etwa 76 Euro, mit starken Schwankungen übers Jahr.
Welche Branche hat die günstigsten Leads? Bei Google zählen Autowerkstatt und Gastronomie mit rund 28 Euro zu den günstigsten, Anwälte und Immobilien zu den teuersten.
Meta oder Google für lokale Leads? Google bei akuter Nachfrage und dringenden Leistungen, Meta für Bekanntheit, Recruiting und Nachfrageaufbau. Die meisten lokalen Betriebe fahren mit beiden am besten.
Warum sind meine Leads teuer, obwohl die Klicks billig sind? Meist liegt es an Angebot, Creative, Zielgruppe oder Landingpage, nicht am Klickpreis. Bessere Conversion und Lead-Qualität senken die Kosten pro Kunde stärker als jede Gebotsanpassung.
Quellen: LocaliQ/WordStream „Search Advertising Benchmarks 2026"; Superads (Meta-Kosten Deutschland, 2025–2026); WordStream „Facebook Ads Benchmarks 2025".
Kein Marketing-Blabla. Was sich gerade ändert – von KI-Suche bis Recruiting – und was es für Sie heißt. Alle Bereiche, eine Quelle.