Vor etwa einem Jahr kam die KG Media Factory auf uns zu: Sie suchten FPV-Drohnenspezialisten für zwei Imagefilme über das neue Autohaus der Audi München GmbH. Im Mittelpunkt sollten die Besonderheiten des Gebäudes stehen. Tim und ich haben zugesagt – und einiges gelernt.
Der Drehtag: erst draußen, dann tief hinein
Wir sind morgens angereist und haben zuerst das Equipment vorbereitet. Dann ging es nach draußen – zunächst mit der Mavic, später mit dem X8 Cinelifter, unserem Thicc. Das Wetter machte es uns nicht leicht: stark bewölkt, dazu feiner Nieselregen. Trotzdem sind die Aufnahmen sehr gut geworden.
Nach den Außenaufnahmen ging es nach innen. Wir haben im Ausstellungsraum begonnen und uns dann nach unten gearbeitet: Keller, Auto-Depot, Tankstelle, Waschanlage. Gedreht haben wir dort, wie von der KG Media Factory gewünscht, mit der GoPro Hero 9.
Inzwischen haben wir in größere Indoor-Drohnen investiert, die eine bessere Bildqualität liefern, dazu eine stripped Blackmagic 4K mit Bildern in Kinoqualität. Der Grund dafür hat einen Namen: Color Matching.
Kurz erklärt: Was ist Color Matching?
Am Set arbeitet man meist mit mehreren Kameras, idealerweise vom selben Hersteller, damit alle Sensoren gleich kalibriert sind. Kameras verschiedener Hersteller zeichnen Farben unterschiedlich auf. Es wäre ärgerlich, wenn dieselbe Szene in einer Einstellung bläulich und in der nächsten gelblich wirkt, nur weil zwei verschiedene Kameras im Einsatz waren. Gleicht man die Bilder in der Nachbearbeitung so an, dass kein Unterschied mehr zu sehen ist, nennt man das Color Matching.
Mit der Blackmagic fällt das deutlich leichter als mit der GoPro. Das gilt generell für Kameras mit großem Sensor und hoher Bitrate, weil sie eine größere Farbtiefe aufzeichnen.
Wie wir uns die Arbeit geteilt haben
Anfangs hat Tim die Außenaufnahmen mit der Mavic und dem X8 Cinelifter übernommen. Bei den Innenaufnahmen hat er mir beim Fliegen assistiert: Akkus wechseln, sofort wieder laden, damit immer volle Akkus bereitlagen. Außerdem hielt er den Monitor und hat die Drohnen gespottet.
Und ja, am Set stand eine ausgezeichnete Kaffeemaschine. Zu viel war es aber nicht – ein, zwei Tassen am Anfang, nach getaner Arbeit noch mal so viele.
Was hängen geblieben ist
Für Tim war es das erste Mal, Teil einer großen Produktion zu sein – davor war er am Set meist der einzige Videograf. Für mich war es einfach schön, mit ihm vor Ort zu sein. Zu zweit macht die Arbeit mehr Spaß, und das sieht man dem Ergebnis an.
Bis zum nächsten Mal,
Nikolay Keller
Kein Marketing-Blabla. Was sich gerade ändert – von KI-Suche bis Recruiting – und was es für Sie heißt. Alle Bereiche, eine Quelle.