Wenn ich an das KORUA Splitboard Weekend denke, denke ich zuerst an eines: gefrorene Finger. Aber es hat riesig Spaß gemacht.
Warum KORUA
KORUA Shapes ist eine gut etablierte Snowboardmarke, die sich bewusst vom Mainstream abgewendet hat – weg von Park und dem ganzen Drumherum, zurück zum klassischen Carving und Free Riding. Ihre Shapes sind anders als bei anderen Marken. Für mich persönlich bauen sie die besten Snowboards der Welt. Ich habe große Füße, ich bin ein großer Kerl, ich fahre nur große Boards – und die von KORUA passen perfekt zu mir.
Der Aufstieg
KORUA stellt nicht nur Snowboards her, sondern auch Splitboards – und weil die Jungs ohnehin viel in der Natur unterwegs sind, haben sie eine Eventreihe rund ums Splitboard aufgezogen. Ischgl war ein guter Startpunkt, weil man mit der Seilbahn sehr hoch hinaufkommt. Sonst müsste man den ersten Teil zu Fuß gehen, rund 1500 Höhenmeter – hart, wenn die Ausdauer fehlt.
Von dort waren es noch etwa 1000 Höhenmeter bis zum Gipfel: der Piz Buin. Da oben war es wirklich schön. Geschlafen haben wir auf einer Hütte nahe der Schweizer Grenze. Heißt im Klartext: Internet ausschalten – sehr wichtig, sonst überrascht Dich Dein Mobilfunkanbieter am Monatsende mit einer schönen Rechnung.
Zwei Bergführer waren im Team und haben uns eine Lawinenschulung gegeben. Auf der Hütte gab es sehr gutes Abendessen, das Frühstück war stark, und die nächsten zwei Tage haben wir die umliegenden Berge erkundet – Tagestouren. Wer richtig fit war, hat sogar zwei an einem Tag gemacht.
Zurück zu den kalten Fingern
An einem Tag waren es minus 17 Grad plus Wind. Ich hatte eine ältere Sony dabei und sechs kleinere Akkus – einer in der Kamera, die anderen die ganze Zeit in der Brustinnentasche meiner Skijacke. Die Kamera war nicht das Problem, sondern die Akkus.
Kaputt gegangen sind sie nicht, aber nach 15 Minuten waren sie immer leer. Eigentlich waren sie gar nicht leer – sie waren nur kalt und lieferten deshalb keinen Strom. Denk an alte iPhones: Bei Kälte gehen sie sofort aus. Das Kuriose: Wärmte man die Akkus mit Körperwärme wieder auf, liefen sie weitere 15 Minuten. Ich musste also alle 15 Minuten wechseln. Anstrengend – aber es hat sich gelohnt.
Was aus den Bildern wurde
Es waren so viele Aufnahmen, das kann man sich kaum vorstellen. Ich habe ewig für die Bearbeitung gebraucht. KORUA wollte die Bilder ursprünglich nutzen, um für das nächste Splitboard Weekend zu werben – das musste dann wegen Corona verschoben werden. Wir waren nämlich genau dann in Ischgl, als Corona über den Ort hereinbrach. Zum Glück waren wir weit weg von den touristischen Plätzen und mit niemandem in Kontakt, der infiziert war.
Die Teilnehmer haben ihre Bilder eine Woche später bekommen. Alle waren überglücklich, viele haben sie ausgedruckt und sich zuhause an die Wand gehängt. Jetzt warten wir auf das nächste Splitboard Weekend. Hoffentlich bald.
Bis zum nächsten Mal,
Nikolay Keller
Kein Marketing-Blabla. Was sich gerade ändert – von KI-Suche bis Recruiting – und was es für Sie heißt. Alle Bereiche, eine Quelle.