BTS - Porsche Jump

Einblicke
September 13, 2022

Verena: Hey Nikolay, hast du schon mal einen Zeitsprung gemacht?

Nikolay: Bis jetzt nicht. (lacht) Aber Porsche schon, beim Dreh zum Porsche Jump!

Verena: Wer hatte die Idee, The Jump neu zu inszenieren?

Nikolay: Genau weiß ich das nicht. Ich glaube, sie kam von Stefan Bogner. Er hat mir erzählt, dass er Porsche schon seit Jahren von dem Projekt überzeugen wollte.

Verena: Und wer hat die Leitung übernommen, als die Entscheidung dann fiel?

Nikolay: Porsche hat zunächst die WWP Group beauftragt. Die holte die KG Media Factory an Bord, und die wiederum lud ARTICO als Spezialisten für FPV-Drohnenaufnahmen ein.

Verena: Klingt nach einer größeren Produktion.

Nikolay: Allerdings! Mindestens 35 Leute waren beteiligt. Im Briefing bekam ich eine sehr lange Excel-Liste mit allen Teilnehmer*innen. Da habe selbst ich mich gefragt: "Wann hört diese Liste eigentlich auf?" (lacht)

Verena: Wie habt ihr euch auf den Dreh vorbereitet?

Nikolay: Ehrlich gesagt kam die Anfrage recht spontan. FPV-Perspektiven waren ursprünglich gar nicht eingeplant. Die KG Media Factory schlug sie vor, um das Video dynamischer zu machen. Die finale Zusage kam etwa zwei Wochen vor Drehbeginn. Danach hieß es nur noch: Koffer packen und los.

Verena: Wie hast du dich gefühlt, als klar war, dass ARTICO beim Porsche Jump dabei ist?

Nikolay: Großartig! Es ist toll, wenn eine Marke wie Porsche das Potenzial von FPV-Perspektiven erkennt.

Verena: Wissen Unternehmen aus deiner Erfahrung, wofür FPV steht?

Nikolay: Die meisten kennen Drohnenaufnahmen und wissen, wie eine Drohne aussieht. Was eine FPV-Drohne ist, wissen aber nur wenige. FPV steht für First Person View. Am Anfang wusste ich das auch nicht. (lacht)

Verena: Was heißt First Person View?

Nikolay: Dass du als Pilot*in aus Sicht der Drohne fliegst. So lassen sich Perspektiven einfangen, die mit normalen Drohnen nicht möglich sind.

Verena: Also ideal, um den Porsche Jump dynamisch in Szene zu setzen.

Nikolay: Ganz genau.

Verena: Jetzt interessiert mich natürlich, wie ihr die FPV-Aufnahmen für den Porsche Jump gemacht habt. Erzähl mal!

Nikolay: Das Filmen in den Bergen hat seine Tücken. An Felswänden entlangzufliegen ist heikel, gerade bei massivem Gestein. Sobald die Drohne hinter etwas verschwindet, reißt das Videosignal ab. Deshalb steht man als Pilot*in am klügsten oben am Gipfel: guter Überblick über die Landschaft, starkes Signal. Tim und ich waren also meist auf dem Gipfel, in ständigem Kontakt mit dem Produzenten Martin Dale. Wir hielten uns startklar, bis das Go von Martin kam.

Verena: Wie habt ihr beide euch die Rollen aufgeteilt?

Nikolay: Strikt aufgeteilt haben wir nichts. Wir haben getauscht, um über den ganzen Tag konzentriert zu bleiben. Am Ende waren es zweieinhalb intensive Drehtage, sehr früh begonnen, sehr spät beendet.

Verena: Welche Ausrüstung hattet ihr dabei?

Nikolay: Für den Porsche Jump haben wir unseren QSL Thicc und die Black Magic genutzt. Mit mehr Budget wäre der Siccario mit dem RED Komodo schön gewesen.

Verena: Wie sah ein typischer Drehtag aus?

Nikolay: Zuerst solltest du wissen: So früh aufzustehen ist für Tim alles andere als gewohnt. Also habe ich ihn morgens geweckt. (lacht) Dann der tägliche Covid-Test und die Besprechung mit dem Rest der Crew. Nach dem Frühstück, gegen 7:30 Uhr, traf sich die ganze Mannschaft oben an der Mautstation. Heißt: Hotel um 7:00 Uhr verlassen und zügig hochfahren, um pünktlich zu sein. Gegen 8:30 oder 9:00 Uhr ging der Dreh los.

Verena: Was war dein persönliches Highlight?

Nikolay: Ehrlich gesagt die Abende im Restaurant, wenn die ganze Crew an einem großen Tisch saß. Ob mit Axel Lund Svindal, mit dem Bruder von Egon Zimmermann oder mit Stefan Bogner: die Gespräche waren wunderbar. Dazu ein köstliches 5-Gänge-Menü. Ein perfekter Abschluss für einen guten Drehtag.

Verena: Klingt, als würdest du es wieder tun?

Nikolay: Ja, jederzeit!

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