Porsche The Jump: Wie wir den legendären Zeitsprung mit FPV-Drohnen filmten

Einblicke
September 13, 2022

1960 machte der Fotograf Hans Truöl in den österreichischen Alpen ein legendäres Foto: Abfahrts-Olympiasieger Egon Zimmermann springt über einen rubinroten Porsche 356. Sechzig Jahre später beschloss Porsche, diesen Sprung neu zu inszenieren – mit Skistar Aksel Lund Svindal und dem neuen, vollelektrischen Taycan.

Und ich stand mit der FPV-Drohne oben am Gipfel.

Wie wir zu dem Projekt kamen

Die Idee kam, soweit ich weiß, von Stefan Bogner. Er hatte Porsche jahrelang von dem Projekt überzeugen wollen. Als die Entscheidung fiel, beauftragte Porsche die WWP Group, die holte die KG Media Factory an Bord – und die luden uns als Spezialisten für FPV-Drohnenaufnahmen ein.

FPV-Perspektiven waren ursprünglich gar nicht eingeplant. Die KG Media Factory schlug sie vor, um das Video dynamischer zu machen. Die finale Zusage kam etwa zwei Wochen vor Drehbeginn. Danach hieß es nur noch: Koffer packen und los.

Im Briefing bekam ich eine Excel-Liste mit allen Beteiligten – mindestens 35 Leute. Ich weiß noch, wie ich beim Scrollen dachte: Wann hört diese Liste eigentlich auf?

Warum wir vom Gipfel aus geflogen sind

Falls Du den Begriff nicht kennst: FPV steht für First Person View – Du fliegst aus der Sicht der Drohne. So entstehen Perspektiven, die mit normalen Drohnen unmöglich sind. Genau deshalb waren wir da.

Das Filmen in den Bergen hat seine Tücken. An Felswänden entlangzufliegen ist heikel, gerade bei massivem Gestein: Sobald die Drohne hinter etwas verschwindet, reißt das Videosignal ab. Am klügsten steht man deshalb als Pilot oben am Gipfel – guter Überblick, starkes Signal. Tim und ich waren also meist oben, in ständigem Kontakt mit dem Produzenten Martin Dale. Wir hielten uns startklar, bis sein Go kam.

Rollen haben wir uns nicht strikt aufgeteilt. Wir haben getauscht, um über den ganzen Tag konzentriert zu bleiben. Am Ende waren es zweieinhalb intensive Drehtage, sehr früh begonnen, sehr spät beendet.

Unser Equipment am Berg

Geflogen sind wir mit unserem QSL Thicc und der Blackmagic. Mit mehr Budget wäre der Siccario mit der RED Komodo die schönere Wahl gewesen – aber für die Bedingungen am Berg war unser Setup goldrichtig.

Ein Drehtag, von innen

Eins vorweg: So früh aufzustehen ist für Tim alles andere als gewohnt. Also habe ich ihn morgens geweckt. Danach der tägliche Covid-Test, die Besprechung mit der Crew, Frühstück. Gegen 7:30 Uhr traf sich die ganze Mannschaft oben an der Mautstation – heißt: Hotel um 7:00 Uhr verlassen und zügig hoch. Gegen 8:30 oder 9:00 Uhr ging der Dreh los.

Mein persönliches Highlight waren aber nicht die Aufnahmen, sondern die Abende. Die ganze Crew an einem großen Tisch, ein Fünf-Gänge-Menü, und Gespräche mit Aksel Lund Svindal, mit dem Bruder von Egon Zimmermann, mit Stefan Bogner. Ein perfekter Abschluss für einen guten Drehtag.

Was ich mitgenommen habe

Wenn eine Marke wie Porsche das Potenzial von FPV erkennt, ist das ein gutes Zeichen für die ganze Disziplin. Und es bestätigt, warum wir das machen: Die spektakulärsten Bilder entstehen nicht aus der Distanz, sondern mittendrin. Würde ich es wieder tun? Jederzeit.

Bis zum nächsten Mal,
Nikolay Keller

Kein Marketing-Blabla. Was sich gerade ändert – von KI-Suche bis Recruiting – und was es für Sie heißt. Alle Bereiche, eine Quelle.

Dankeschön! Du hast soeben eine E-Mail zur Bestätigung erhalten.
Oops! Something went wrong while submitting the form.
cookie settings
Close Cookie Preference Manager
Cookie Einstellungen
Indem Sie auf „Alles akzeptieren“ klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies zu, um Ihr Nutzungserlebnis und unseren Marketingerfolg zu verbessern. Mehr lesen
Technisch Notwendig (Immer Aktiv)
Cookies, die grundlegende Funktionen der Website ermöglichen.
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
ende