Yodobashi Xtreme: Als ich im Kaunertal selbst vor der Kamera stand

Einblicke
May 17, 2022

Normalerweise stehe ich hinter der Kamera und filme andere. Bei Yodobashi Xtreme war es umgekehrt: Ich war der Hauptdarsteller, der Downhill-Skater im Spot. Und ehrlich – ich habe es genossen.

Wie ich in das Projekt kam

Zooom Productions suchten für ihre neue Kampagne einen Downhill-Skateboarder. Bei der Suche sind sie auf Felix Rupitsch gestoßen, den Kopf von BigMountain Skate. Sie riefen ihn an: „Kennst Du jemanden, der sehr stylish abwärts skatet und gut für einen Werbespot aussieht?“ So haben sie es tatsächlich formuliert. Felix hat mich angerufen, und der Rest ist Geschichte.

Vorbereitung: Board, Outfit, Training

Zuerst die Ausrüstung. Mein Rayne-Genesis-Skateboard wurde ans Branding von Yodobashi Xtreme angepasst – komplett schwarz mit einem roten X. Ich habe in zwei Schichten gearbeitet: schwarze Folie als Basis, dann das rote X als Aufkleber. Zooom hat mich mit allem versorgt, sogar mit einem kompletten Outfit und einem neuen, individuell bemalten Helm. Dann noch das Board technisch auf den neuesten Stand bringen und ein paar Trainingseinheiten – fertig.

Drehort: aus Loser wurde in letzter Minute das Kaunertal

Ursprünglich war Loser geplant, eine sehr technische, rasante Strecke. In letzter Minute wurde der Drehort gewechselt, und wir sind stattdessen ins Kaunertal gefahren, weil die Landschaft dort oben noch schöner ist – fast wie im Wilden Westen, weit weg von der Zivilisation.

Das Skaten dort ist allerdings eine andere Nummer. Der harte Asphalt im Kaunertal ist schwierig zu fahren, vor allem bei Tempo. Stell Dir vor, Du gehst mit 80 bis 90 km/h runter oder mit 60 bis 70 in die Kurven, und dann fängt das ganze Board an zu wackeln. Das war funky.

Dazu die Höhe: Die Straße geht bis auf 2409 Meter hinauf, die meiste Zeit haben wir auf 2200 Metern gedreht. Wenn Du selbst auf 800 oder 900 Metern wohnst, dann so hoch hinaufkommst und den ganzen Tag Sport treibst, wird die Luft dünn. Ich habe wirklich gemerkt, dass meine Muskeln früher müde wurden als sonst.

Ein Follow-Car aus T-Shirt und Klebeband

Gefilmt hat Zooom Productions: Lukas als Regisseur, Heike als Projektleiterin, Ulrich als Chefmechaniker, Felix hat die Straße gesichert, und Pablo hat die Nahaufnahmen gemacht – als zweiter Skater neben mir und als Fahrer des Follow-Cars.

Ein Follow-Car filmt den Skater von hinten, während er die Straße hinunterfährt. Nur hatten wir keine Kamerahalterung fürs Auto. Also wurden Ulrich, Pablo und ich kreativ: ein T-Shirt, jede Menge Klebeband – und damit die Kamera vorne am Auto befestigt. Der Wahnsinn, aber es hat funktioniert.

Mein Highlight? Die Kühe.

Vor jeder Abfahrt mussten wir sichergehen, dass keine Kühe auf der Straße standen. Am ersten Tag bin ich prompt über einen Kuhfladen geskatet – direkt vor den geplanten Nahaufnahmen, wie ich das Board halte. Es gibt sogar Bilder, wie Pablo und ich anschließend das Board putzen.

Das zweite Highlight: das Essen. Auf halber Strecke der Kaunertaler Gletscherstraße gibt es eine Hütte direkt über dem See, schön gelegen, mit köstlichem österreichischem Essen. Danach waren wir komplett satt – vom Eis, dem Schnitzel und den Pommes.

Eine richtig tolle Erfahrung. Die ganze Produktion war herzlich und einladend, mit so coolen Leuten. Ich bin froh, dass ich dabei sein durfte.

Bis zum nächsten Mal,
Nikolay Keller

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